Odense 2009

 

 

Dieser Bericht wurde dankenswerterweise von Vicky , Uli und Thossa verfasst , die in Dänemark

für die TSL am Start waren.

 

Dreimal im Finale und was die TSL Dortmund in Teilen in Odense 2009 noch so anstellte…

Vicky:

Nach einer sechsstündigen Fahrt nur mit Jungs bzw. Männern sind wir in Odense angekommen und haben alles aufgebaut: Luftmatratzen, Schlafsäcke, Feldbetten und so.

Thossa:

Um Mitternacht, genau zwischen dem 13. und 14. Februar geisterten wir am Spielort ein. Uli und ich haben sich beim Fahren des VW-Bullis abgewechselt.

Vicky:

Diesmal haben wir nicht in den Klassenräumen gepennt, sondern in einer Turnhalle. Unsere Turnhalle war ziemlich dunkel, doch die in der die Berlinern schliefen dagegen ziemlich hell. Als wir dann alle fertig waren sind zu dem Spielort gegangen. Die Halle war geschätzte zwei Minuten nur entfernt. Mein erstes und einziges Spiel an dem Tag war gegen Lukas Enevoldsen, was ich 1:0 gewonnen habe.

 

Thossa:

Uli und ich haben so gegen 0:45 Uhr auch die Sockel bewegt. Die beiden Alten Herren stellten fest, selten um so später Uhrzeit einen solch entspannten Sockel geschnippt zu haben. Uli gewann 6:4 (oder so ähnlich). Anschließend wurde mit den Gerstensaftfreunden aus Berlin noch bis in die Puppen übers Subbeln vielsolophiert … hick….

Vicky:

Am nächsten Tag fanden die Einzelturniere statt. Ich spielte U15 und U19. Meine U19-Vorgruppe bestand aus: Marcel Kwiatkowski, Lukas Enevoldsen, Christoph Georgi und mir. Das erste Spiel war wieder gegen Lukas Enevoldsen, doch ich habe es leider verloren 0:2 (0:1). Danach habe ich gegen einen „alten“ Freund gespielt, Marcel Kwiatkowski (Sparta Spreeathen 74/82) oder wie Thossa ihn immer genannt hat „der hässliche Vogel“. Dieses Spiel habe ich zwar 1:3 (1:2) verloren, aber es war ein sehr schönes Spiel. Wir haben uns an alte Zeiten erinnert - in Rain haben wir mal gegeneinander gespielt und durch die ganze Halle geschrieen. Es war damals ein sehr knappes Spiel (ich glaube 4:5). Mein letztes Spiel in der Gruppe war gegen Christoph Georgi (Sparta Spreeathen 74/82) und ich habe 3:0 (2:0) gewonnen. Ich wurde Dritte und bin nicht weitergekommen.

Uli:

Ich zeigte am Samstag bereits im Auftaktspiel 1:0 (1:0) gegen den späteren Vetchamp Paul Eyes eine tolle Leistung. Ich war damit (Dank eines sehenswerten Quetscheballes) an diesem Tag der einzige, der in regulärer Spielzeit den Amerikaner besiegen konnte. Darüber hinaus blieb ich in 70 Minuten insgesamt gegen den herausragenden Spieler des Odense-Wochenendes ohne Gegentor. In der Vorrunde war der Berliner Neuling Stefan Powers mit 9:0 (4:0) ein leichter Aufwärmgegner gewesen.

Thossa:

Meine Veteranenvorgruppe sah mir diffizil aus. Ich hatte zwei Berliner bei mir: den amtierenden Deutschen Veteranenmeister Marcus Tilgner und mit Bodo Reckzeh einen nicht zu unterschätzenden Konkurrenten um den Einzug ins Halbfinale. Mein erstes Spiel gegen Bodo ging 1:1 aus, zuvor hatte Marcus mit Ach und Krach gegen ihn ein 1:0 erspielt. So gegen 13 Uhr wirkten möglicherweise endlich Marcus´ Aspirin, jedoch wirkte er gegen mich nicht frisch und unterlag mit 2:5. Somit ging ich als Gruppenerster durch und erwartete Ulis Amerikaner.    

Uli:

Sehr hoch lag die Hürde für mich im Halbfinale gegen Marcus Tilgner im Duell der beiden letztjährigen Deutschen Veteranenmeister. In einem ausgeglichenen Spiel, das die Abwehrreihen dominierten, gelang mir im sudden death nach einem bemerkenswerten Fehler von Marcus der 1:0-Siegtreffer.

 

Thossa:

Bemerkenswert, weil Marcus ein Figurberühren seinerseits zugab, dass sonst keiner bemerkte. So etwas ist überfair. Fair und spannend verlief auch mein Halbfinalmatch gegen Paul Eyes. Es ging rauf und runter und der US-Veteran spielte, wie Dirk Bärwald, nur um Längen präziser und unhektischer. Ein großer Könner, dieser Paul Eyes. Nachdem ich stets einem Rückstand hinterher lief, richtete ich mich schon auf eine Verlängerung ein, als es nach über 29 Minuten 2:2 stand. Eyes stand im Angriff und ich hatte ihn bis an meine rechte Toraußenlinie wegverteidigt. Da wagt der Maryländer tatsächlich einen Quetschball, der sich Dreisterweise gar hinter meinem Keeper ins Tor verliert, äh gewinnt, oder wie auch immer. Jedenfalls, musste Uli auf mich im Finale als Spielpartner leider verzichten.

 

Uli:

Das Endspiel gegen den US-Amerikaner nahm den Verlauf eines typischen Endspieles mit wenigen Torchancen und nervösem Beginn.

 

Thossa:

Das stimmt. Ich habe das Dingen gepfiffen und sagte beiden zur Halbzeit, dass ein Endspiel nicht immer hochwertig sein muss, sondern spannend. So wurde es dann auch: torlos 40 Minuten lang.

 

Uli:

Gehörte die 1. Hälfte Paul Eyes, so konnte ich mich in der 2.Halbzeit und in der Verlängerung, bei der sich mein Torwart vermehrt auszeichnen konnte, steigern. Auch das FS-Schießen blieb mit 3:3 im ersten Durchgang ausgeglichen, wobei Eyes zunächst eine und ich dann zwei direkte Siegchancen hatte. Der große Coup bei der ersten GP-Finalteilnahme blieb mir jedoch versagte, als Eyes von halbrechts letztlich den entscheidenden Treffer setzte und im Gegenzug glänzend parierte (die entscheidenden Schüsse sind übrigens unter youtube.de zu sehen).

 

Vicky:

Meine U 15-Gruppe bestand aus: René Frey, Nico Wilse, Florian Powels, Christoph Georgi und mir. Das erste Spiel in dieser Kategorie war gegen René Frey (SSG Borussia Bergkamen), das ich 6:1 (3:1) gewonnen habe. Mein zweites Spiel habe ich gegen Christoph Georgi (Sparta Spreeathen 74/82), diesmal 7:1 (5:1), gewonnen. Das schwerste Spiel hatte ich gegen Nico Wilse. Ich habe mich nicht konzentriert und schlecht geschossen. Aber ich schaffte es ein 0:0 zu halten. Das letzte Spiel war gegen den Berliner Florian Powels, da habe ich 2:0 (0:0) gespielt. Damit war ich Gruppensiegerin und bin ins Halbfinale gegen Stephan Sørensen gekommen. Im Freistoßschießen habe ich dann 1:0 gewonnen und bin ins Finale gekommen. Und gegen wen musste ich spielen? Gegen Marcel Kwiatkowski (Sparta Spreeathen 74/82). Doch das Spiel habe ich wieder verloren 1:4 (0:1).

Uli:

Der Start der Open verlief etwas holperig mit verbesserungsdürftigen Unentschieden gegen Lukas Enevoldsen (1:1) und Christian Emil Christiansen (2:2). Eine gute Partie gelang mir gegen Jesper Staal Nielsen, wobei der Däne erst in der Schlussminute den 2:2-Ausgleich erzielte. Nunmehr musste endlich ein Sieg her, der gegen Basti Bräuer mit 6:0 (3:0) eindrucksvoll gelang. Das Weiterkommen als Gruppenvierter sicherte letztlich ein weiteres Remis gegen den Berliner Veteranen Bodo Reckzeh mit 1:1. 

 

Thossa:

Meine Open-Vorgruppe sah auch nicht leicht aus. Man beachte: vier 6er-Gruppen! Was haben wir alle zu spielen gehabt! Das hat sich mal gelohnt, oder? Gegen Michi Stolzenberg holte ich ein 2:2 – damit war ich recht zufrieden. Sørensen war kein all zu guter Spieler, ich habe ihn gewähren lassen und zwei Tore schießen lassen und siegte mit einem überheblich wirkenden 3:2 dennoch souverän. Seinen dänischen Kollegen Lasse Honore hatte ich wesentlich stärker eingeschätzt – ihn besiegte ich 5:2. Lockerer, als ich dachte. Da war ich schon durch. Gegen das gemütliche und sehr nette dänische Riesenbaby im Hooliganformat, Rasmus Lund unterlag ich nach Führung noch 1:2. Blieb nur noch das Enfant terrible Marcel Schulz als letzter Vorgruppengegner übrig, der bereits als Gruppenerster feststand. Wir spielten 0:0, obwohl ich hinter der Turnierleitung auf einer Matratze liegend das Match verschlief… wie das geht…!?   

 

Uli:

Nun kam es im Achtelfinale meinerseits zu einem erstmaligen Kräftemessen mit dem Berliner U15 Weltmeister Björn Kegenbein. Hier gelang es mir als stark aufspielenden Dortmunder zweimal einen Rückstand zu egalisieren und den Berliner in die Verlängerung und das FS-Schießen zu drängen. Kegenbein siegte hier mit 2:1 Toren.

 

Thossa:

Was soll ich sagen… ich hatte es im Achtelfinale mit Ente zu tun und es ging mir wie bei Paul Eyes im Veteranen-Halbfinale. Wieder kassierte ich kurz vor Ende der regulären 30 Minuten beim Stande von 2:2 einen Kunstschuss zum fälligen Ausscheiden. Ich meine, da kann man doch dann nur noch fragen, wo ist das nächste Bier, oder?

 

Vicky:

Am nächsten Tag, TEAM! Unser Kader bestand aus: Dominik Schulz (Ente), Uli Selsen, Thossa Büsing und mir. In unserer Gruppe waren: Sparta Spreeathen 74/82 B, Lega Liga Odense B und SSG Borussia Bergkamen.

Unser erstes Spiel war gegen

SSG Borussia Bergkamen:   4-0 (18:4)

Dominik Schulz      -   Marcel Schulz       4:2 (1:1)

Victoria Büsing     -   Richard Frey        5:1 (3:0)

Ulrich Selsen       -   René Frey           6:1 (2:0)

Thossa Büsing       -   #               3:0 (3:0)

Thossa:

Zu den Ergebnissen von Vicky und Uli muss man nicht viel sagen, aber bei Ente konnte man denken: Mensch, der ist aber gut drauf – weil freiwillig verliert sein Halbbruder nicht gerne gegen ihn.  

Vicky:

Das zweite Spiel war gegen

Sparta Spreeathen 74/82 B:   2-1(13:5)      

Thossa Büsing       -   Henrik Broer            5:0 (2:0)

Ulrich Selsen       -   Bastian Bräuer      6:1 (2:0)

Victoria Büsing         -   Bodo Reckzeh        1:3 (0:1)

Dominik Schulz      -   Thomas Pröhle       1:1 (0:1)

Bodo war einfach besser wie ich.

Thossa:

Also, Uli und ich hatten zwei Punkte laut Papierform sicher und ließen auch keine Zweifel aufkommen, aber Ente? Ich meine, Thomas Pröhle ist ein verehrenswerter und großartiger Subbuteokollege, der schon manches bewerkstelligt hat in seiner Karriere, aber Ente „muss“ eigentlich in der Lage sein, einen Sieg gegen Thomas zu schaffen. Wie schön, dass es immer wieder so etwas wie Angstgegner gibt ;-) und dass Ente dann noch ein 1:1 hinzauberte.

Vicky:

Und das letzte Spiel war gegen

Lega Liga Odense B:    3-1 (13:6)       

Ulrich Selsen       -   Stephan Sørensen        3:1 (2:1)

Victoria Büsing         -   Thommas Lange       0:1 (0:1)

Dominik Schulz      -   Nico Wilse          6:2 (2:2)

Thossa Büsing       -   Lukas Enevoldsen        4:2 (1:2)

Lange hat ziemlich gut verteidigt und meine Torchancen immer gut zugedeckt. Zu langsam habe ich auch gespielt.

Thossa:

Ente gut, alles gut! Zur Halbzeit lagen wir definitiv im Hintertreffen und haben allgemein auch ein bisschen zu überheblich gespielt. Aber nachdem ich mir und Ente ein Machtwort habe zukommen lassen, lief es besser.  

Vicky:

Wir sind Erster in der Gruppe geworden und mussten nun ins Halbfinale gegen

 

Sparta Spreeathen 74/82: 0-3 (3:12) 

Thossa Büsing       -   Marcel Kwiatkowski  1:1 (0:0)

Victoria Büsing         -   Michael Stolzenberg     1:4 (0:1)                          

Ulrich Selsen       -   Björn Kegenbein     0:4 (0:2)

Dominik Schulz          -   Marcus Tilgner      1:3 (1:2)

Die erste Halbzeit habe ich richtig gut gespielt, viele Schüsse gehalten. In der zweiten Hälfte ließ meine Konzentration nach, aber immerhin habe ich ein Tor geschossen.

Uli:

Hier kann es zu einem erneuten Zusammentreffen von mir mit dem vortägigen Open-Finalisten. Unglücklich kassierte ich hier Sekunden vor der Halbzeit ein tolles Weitschusstor des jungen Berliners zum 0:2. Mit einer Großchance kurz nach der Hälfte flammte noch einmal kurz Hoffnung auf, Kegenbein nutzte aber zwei seiner zahlreichen weiteren Chancen zu einem verdienten 4:0-Erfolg.

 

Thossa:

Kwitte war wirklich phänomenal. In der ersten Halbzeit spielten wir beide vorsichtig operierend. Ich wollte nicht bei dem Jungspund ins offene Messer laufen und er hatte noch auch nie gegen mich gewonnen. Er spielte wahrlich souverän, druckvoll und sicher. Ein tolles deutsches U 15-Talent. Zur Halbzeit hat Marcus Tilgner etwas eingeflüstert, nur was, habe ich nicht verstanden. Wahrscheinlich, dass er so lange wie möglich den Ball halten solle. So jedenfalls spielte Kwitte und ging mit einem lauten „Cornu“-Jubelschrei sogar 1:0 in Führung. Im Gegenzug egalisierte ich glücklicherweise still in mich hinein freuend, aber nicht wirklich überzeugend spielend. Leider wusste ich auch, dass wir zu diesem Zeitpunkt auch bei einem Sieg von mir nicht gewinnen würden.  

Vicky:

Das Turnier war echt cool und hat auch echt Spaß gemacht.

Thossa:

Wie in den Vorjahren schon… auf Wiedersehen in 2010 – wie auch immer…